Solarstrom als Geschäftsmodell

Die erste Caputher Bürger-Solaranlage ist Ende Oktober 2006 auf dem Dach H des Seniorenzentrums in Caputh errichtet worden. Das Projekt wird als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) betrieben. Die ehrenamtlich arbeitende Geschäftsführung übernimmt die finanzielle und organisatorische Abwicklung für die Gesellschafter. Sie sorgt auch dafür, dass die Gelder, die durch die Einspeisevergütung für den Solarstrom an die Gesellschaft zurückfließen, entsprechend der Anteile an die Gesellschafter einmal im Jahr ausgezahlt werden. 50 Gesellschafter haben aus Eigenmitteln von je 500 Euro bis 5.000 Euro die erste Anlage finanziert.

Finanzierung

Das Investitionsvolumen für die erste Caputher Bürger-Solaranlage mit einer Leistung von 10,5 kW/p betrug ca. 60.000 € inkl. Nebenkosten. Die Finanzierung erfolgte ausschließlich durch Gesellschafteranteile der Anteilsinhaber ohne Inanspruchnahme eines Bankkredits.

Die Einspeisevergütung ist mit jährlich ca. 4.700 € (netto) bei ca. 9.000 kWh Energieertrag kalkuliert. Der Sonnenstrom GbR-Anteil wird sich mindestens - sehr konservativ berechnet - in Höhe der Einlage auf einem Sparkonto verzinsen. In sehr sonnenreichen Jahren liegt der Ertrag wesentlich höher.


Die Bürger-Solaranlage Caputh auf dem Dach des Seniorenzentrums (Haus H)

Weitere Bürger-Solaranlagen

Bundesweit existiert mittlerweile ein Netzwerk von Bürger-Solarstrom- anlagen. In Beelitz, Teltow und Falkensee laufen weitere teilweise schon seit Jahren erfolgreich. Auch Potsdam und Kleinmachnow planen derzeit Bürger-Solaranlagen.